So trotzt die Formel 1 dem Wetter

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Die Königsklasse des Motorsports, die Formel 1, gastiert am Wochenende im steirischen Spielberg. Die Experten von Team Morecast zeigen die Wetter-Tricks der Formel-1-Teams.

Wind und Niederschlag

Wind ist im Motorsport ein wichtiger Faktor und beeinflusst die Aerodynamik der Autos. Das Verhalten des Rennwagens ist bei Wind sehr unterschiedlich. Wenn der Wind beim Anbremsen vor einer Kurve von hinten kommt, ist der Bremspunkt ein anderer als bei Seitenwind. Für die Teams bedeutet Wind auch viel Einstellungsarbeit bei den Lamellen der Front- und Heckflügel des Formel -1-Boliden.
Die Wahl der Reifen spielt eine entscheidende Rolle für den Sieg. In der Formel 1 gibt es mehrere Reifen für trockenes Wetter, Reifen für feuchtes Wetter sowie Reifen für nasse Strecken. Hat ein Fahrer einen falschen Reifensatz am Fahrzeug, kann er mehrere Sekunden langsamer unterwegs sein. Eher unbekannt ist der Fakt, dass die Autos nach Ende des Qualifyings am Samstag bis zum Rennstart am Sonntag nicht mehr verändert werden dürfen.

© Marcel van Hoorn/Red Bull Content Pool
Die Streckentemperatur hat unmittelbare Auswirkungen auf den Abrieb der Reifen. © Marcel van Hoorn/Red Bull Content Pool

Luft- und Streckentemperatur

Die Formel 1 gastiert weltweit an verschiedenen Orten mit unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen und Temperaturen. Besonders hohe Temperaturen sind nicht nur für die Fahrer eine besondere Herausforderung, sondern auch für die technischen Bauteile des Rennboliden. Bremsen können schneller heiß laufen und Motoren müssen zusätzlich gekühlt werden.
Die Streckentemperatur ist ein entscheidender Parameter für das Verhalten der Reifen. Bei kaltem Asphalt fehlt der Grip, bei heißem Asphalt nutzen sich die Reifen sehr rasch ab. Besonders herausfordernd für Teams ist, dass sich der Streckentemperatur innerhalb weniger Minuten ändern kann.

Aktuelle Prognose

Die Prognose für den Renn-Sonntag.

Sowohl am Samstag als auch am Sonntag herrscht tagsüber Hitze mit Höchstwerten von bis zu 31 Grad. Der Samstag geht dabei über weite Strecken trocken über die Bühne, die Gewittergefahr ist vergleichsweise gering. Es frischt mitunter Nordwestwind auf und die Temperaturen erreichen rund 31 Grad.

Der Renn-Sonntag beginnt mit strahlendem Sonnenschein und die Temperaturen steigen von rund 14 Grad in der Früh rasch auf etwa 31 Grad. Am Sonntag steigt allerdings das Gewitterrisiko am Nachmittag an.